Aktuelle Informationen und das Wahlausschreiben finden Sie hier.

 

 

Infos zum Ganztag finden Sie hier.

 

Bilder und Impressionen von der Aufführung vom 19.06.2017, "Die wundersame Reise des Sebastian Blue" befinden sich hier.

 

 

Impressionen der 50-Jahrfeier befnden sich hier.

 

Wir haben eine neue Telefonnummer:

 

Tel.: 06007 - 917708-0
Fax: 06007 - 917708-21

 

 

Der aktuelle Terminplan für das Schuljahr 2017/2018 befindet sich hier.

 

 

 

 

 

---------------------------

ELTERN-INFO

---------------------------

 

Hier befinden sich alle aktuellen Speisepläne.


 

--------------------------------

SCHÜLER-INFO

--------------------------------

 

--------------------------

TIPPS + LINKS

--------------------------

 

Förderverein EKS

 

Kultusministerium Hessen

 

Bildung in Deutschland

 

Grundschulforum

 

Schulferien

 

Impressionen zum Tag der offenen Tür

Das Mentorenprojekt

hintere Reihe v.l.: Hr. Jakobi, Hr. Hollmann, Hr. Kurth, Hr. Schuld, Hr. Schaub, Fr. Monsport, vordere Reihe v.l.: Fr. Fischer-Tresp, Fr. Dr. Maruhn
hintere Reihe v.l.: Hr. Jakobi, Hr. Hollmann, Hr. Kurth, Hr. Schuld, Hr. Schaub, Fr. Monsport, vordere Reihe v.l.: Fr. Fischer-Tresp, Fr. Dr. Maruhn






















Im Jahr 2007 entstand der Wunsch, Schülerinnen und Schülern der EKS vor ihrem Schulabschluss ein Angebot zu machen, um sie in Form von persönlichen Ratgebern und Begleitern, den Mentoren, bei ihrer Berufsorientierung zu unterstützen. In einer vollkommen freiwilligen Partnerschaft sollen die ehrenamtlich arbeitenden Mentoren ihren Rat und ihre Lebenserfahrung anbieten und gleichzeitig ihre spezifischen Erfahrungen aus langjähriger auch verantwortlicher Berufstätigkeit nutzbringend einbringen.

 

 

 

Das Projekt soll Schülerinnen und Schüler der Erich- Kästner-Schule im Prozess der vertieften Berufsorientierung fördern durch

 

 

• den individuellen Einsatz von Mentorinnen und Mentoren

 

• bietet jungen Menschen eine individuelle, lösungsorientierte Begleitung bei der

  Berufswahl

 

• Erweiterung des Berufswahlspektrums

 

• Suche nach Praktikumstellen, Ausbildungs- und Arbeitsstellen

 

• Erstellung von Bewerbungsunterlagen

 

• Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche

 

• Vertiefung ausbildungs- und berufsrelevanter Kenntnisse

 

• Vermittlung in berufsqualifizierende Maßnahmen

 

• begonnenen Ausbildung

 

 

Den Anmeldebogen für dieses Projekt finden Sie ... hier!

 

 

 

 

Newsletter: Netzwerk Schule-Beruf Wetterau

 

Erstmals Schwerpunktthema: Die Weichen fürs Leben stellen.

 

Die Journalistin Susann Barczikowski hat - exklusiv für diesen newsletter - die Mentoren- und Ausbildungspaten-Projekte in der Wetterau portraitiert. Erstmals stellen wir hierdurch ein Schwerpunktthema vertiefend in diesem newsletter dar. Wir muten Ihnen damit einen längeren Text zu. Nehmen Sie sich die Zeit, es lohnt sich!

 

Der Newsletter des Netzwerkes Schule-Beruf Wetterau wird herausgegeben vom Wetteraukreis. Fachstelle Jugendarbeit/Jugendberufshilfe in Zusammenarbeit mit den regionalen Akteuren im Übergang Schule-Beruf. Der Newsletter dient dem Austausch und der Information der regionalen Akteure im Übergang Schule-Beruf.

Zahl der Leser/innen 180.

Ausgabe Nr. 6, 01/2012.

 

Schwerpunktthema

 

Die Weichen fürs Leben stellen

Mentoren und Ausbildungspaten unterstützen junge Menschen auf dem Weg ins Berufsleben

                                                                                               von Susann Barczikowski

 

Sie sind zwischen 14 und 17 Jahre alt, drücken die Schulbank und haben von der Zukunft meist nur eine wage Vorstellung: junge Menschen, die sich im Übergang von der Schule ins Berufsleben schwertun und deshalb Unterstützung von Ausbildungspaten bekommen. In der Wetterau gibt es vier solcher Angebote. Ein fünftes ist im Aufbau. Eingebunden sind sie im Netzwerk Schule-Beruf-Wetterau, das an das landesweite Projekt OloV „Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit" angegliedert ist. Jugendliche, die von zuhause kaum Unterstützung haben, deren schulische Leistungen unzureichend oder die aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt sind, profitieren davon.

 

An der Erich-Kästner-Schule (EKS), einer Grund-, Haupt- und Realschule in Rosbach-Rodheim gibt es das Mentoren-Projekt seit 2007. Die Mentoren, das sind momentan sechs Männer und Frauen, meist im Ruhestand, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich um Jugendliche kümmern und ihnen bei der Lebensplanung zur Seite stehen. „Der Übergang von der Schule in den Beruf stellt für viele junge Menschen eine extreme Hürde dar", weiß Ulrike Monsport aus ihrer Erfahrung als Lehrerin, Konrektorin und Leiterin des Mentoren-Projektes der EKS.

 

An der EKS werden die Mentoren bereits den Kombi-Klassen aus Haupt- und Realschule ab Klasse 7 vorstellig, und prinzipiell hat jeder Schülerin, jeder Schüler das Recht einen Mentor zu wählen. Die eigentliche Zusammenarbeit beginnt aber erst in der 8. Klasse, wenn ein Schüler eine gezielte Unterstützung wünscht. Die Angebote sind jedoch freiwillig und das „Aussuchen" des Mentors erfolgt durch den Schü ler. „Wir schauen zwar, wer zu wem passen könnte", erklärt Monsport, aber schließlich spiele bei der Auswahl Sympathie die entscheidende Rolle. Den Findungsprozess derart zu gestalten, hat sich an der EKS bewährt. Haben beide sich gefunden, wird der Mentor aktiv. Dazu gehört auch, die Eltern des Schützlings zu besuchen und bei Elternabenden und sonstigen Schulprojekten anwesend zu sein. Denn das Miteinander funktioniere nur, wenn Vertrauen da ist und die „Chemie stimmt".

 

So wie bei Sascha (Name von der Redaktion geändert) und Rita Oldiges. Der 16-Jährige weiß, dass er auf „seine Ausbildungspatin" zählen kann, wenn es darum geht, die Bewerbungsunterlagen zu überprüfen, bevor er sie verschickt. Er weiß aber auch, dass sie sich mit Kritik nicht zurückhält, wenn die Adressen wieder einmal unvollständig sind. „Wir vermitteln den Jugendlichen von Anfang a n, dass wir sie gerne unterstützen. Wenn sie im Leben aber etwas erreichen wollen, müssen sie selbst aktiv werden."

 

Rita Oldiges, Vertriebsleiterin im Vorruhestand, ist seit 2006 bei der Freiwilligen Agentur Altenstadt-Aktiv. Jährlich vermittelt die Agentur rund zehn Patenschaften an Realschüler/innen der Limesschule, einer Gesamtschule mit Förderstufe. Das Angebot ist freiwillig, und ein Pate ist für je einen Schüler zuständig.

 

Die Ausbildungspatin weiß, wie Jugendliche „ticken" und dass viele „keinen Bock auf Schule" haben, weil ihnen der Rückhalt fehlt. Als sehr persönlich und individuell beschreibt die 63-Jährige daher auch die Unterstützungsarbeit der Paten, die beim Zusammenstellen einer Bewerbungsmappe anfängt und auch schon Mal einem Opernbesuch einbezieht. „Wir sind Gesprächspartner für die Sorgen und Nöte unserer Schützlinge, was Eltern heute leider oft nicht mehr sind."

 

Diese Erfahrung teilen auch Anneliese Eckhardt und Dieter Briesen von der Bürgerhilfe Florstadt (BHF). Mit dem Ziel, sich um „Jugendliche aus bildungsfernem Elternhaus" zu kümmern, haben sie 2010 das Projekt Ausbildungspaten ins Leben gerufen und sind damit an der Karl-Weigand-Schule auf offene Türen gestoßen. Auch hier spielt die enge Kooperation mit Elternhaus und der Schule eine tragende Rolle, um junge Menschen auf die Zukunft vorzubereiten und Eigenständigkeit zu fördern. „Das kann gelingen", sagt Briesen, Elektroingenieur im Ruhestand. In knapp anderthalb Jahren hat die BHF zehn Paten für das Projekt gewinnen können, einen Leitfaden entwickelt und bereits erfolgreich zwei Schützlinge in Ausbildung und Praktikum vermittelt. Doch nicht immer verliefe die Zusammenarbeit rund. „Es gibt auch Jugendliche, die nicht kooperieren wollen und nicht sehe n, dass es hier Menschen gut mit ihnen meinen." Das müsse man akzeptieren. „Aber wenn es gelingt, bei nur einem die Weichen fürs Leben zu stellen, hat sich unsere Arbeit gelohnt."

 

Dass neben der persönlichen Ansprache auch Kontakte zu Jugendsozialhilfe, zur Agentur für Arbeit, der IHK sowie Ausbildungsbetrieben und Handwerkskammern immens wichtig ist, stellt auch Bettina Kreutz immer wieder fest. Die Dipl.-Sozialarbeiterin der Kurt-Schumacher-Schule (KSS) in Karben leitet das dort seit 2006 bestehende Patenprogramm. Auch hier sind die Paten meist Männer und Frauen im Ruhestand, die ihre Berufserfahrungen weitergeben wollen und ihre Kontakte nutzen, um „den einen oder anderen Kandidaten unterzubringen." 12 Jugendliche hätten dadurch bereits in den Beruf gefunden.

 

Bis es jedoch soweit ist, lernen sie erst einmal ihre Stärken und Schwächen kennen und welche Berufe infrage kommen könnten. Denn oft seien Jugendliche einseitig orientiert und würden nur Kfz-Handwerk, Bäckereiverkäufer oder den Friseur kennen. Dass es aber auch andere interessanter Berufsfelder gibt oder vielleicht der Übergang in eine andere Schule besser für sie ist, müssten sie erst erfahren. „Oft stimmen auch Berufswunsch und Eignung nicht überein", beschreibt Briesen den Findungsprozess, zu dem das Lösen von falschen Vorstellungen ebenso gehört wie das Einschätzen vermeintlicher Traumberufe. Wie etwa von dem der Tierpflegerin.

 

„Mädchen, die diesen Beruf wollen, muss man sagen, dass das harte körperliche Arbeit ist, die selten gut bezahlt ist", betont Oldiges. Auf der anderen Seite müsse man Jugendliche auch ermutigen, an Berufswünschen festzuhalten, um vielleicht über Umwege zum Ziel zu kommen. So wie die 15-jährige Gigi (Name geändert), die Kinderkrankenschwester werden, aber keine L ehrstelle finden konnte. Dass sie nun als Hotelfachkraft ausgebildet wird, was ihrem sozialen Wesen entspricht, und glücklich ist mit der Entscheidung, hat sie der Lebenserfahrung ihrer Ausbildungspatin zu verdanken, die Gigi zu diesem Schritt ermutigen konnte.

 

Mentoren oder Paten unterstützen Jugendliche in ihrer Lebensplanung. Ob sie als Bankkauffrau, Ingenieur, Schlossermeister oder Vertriebsleiterin tätig waren, im Ruhestand sind oder noch aktiv im Berufsleben stehen, spielt dabei keine Rolle. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie haben ein Herz für junge Menschen, sind selbst Mutter oder Vater von Kindern, die den Übergang von der Schule in den Beruf geschafft haben und nun „der Gesellschaft auf diese Weise etwas zurückgeben wollen", wie Kreutz formuliert.

 

Und Sascha? Er weiß inzwischen wie ein Bewerbungsschreiben auszusehen hat und in welche berufliche Richtung er gehen will. Für ihn haben sich die Weich en fürs Leben gestellt.

 

In Bad Nauheim ist ein „MentorInnen"-Projekt gerade im Aufbau. Die Projektleitung hat Cihad Taskin in Kooperation mit dem Müfaz (Mütter- und Familienzentrum). Schwerpunkt soll dabei ein Generationen- und interkulturell übergreifendes Herangehen für Jugendliche ab Klasse 8 sein.

 

Kontakte Patenprojekte:

 

• Kurt-Schumacher-Schule; Schulsozialarbeit; Bettina Kreutz; Tel.: 06039/45716; mail: SchulsozialarbeitKSS@gmx.de

• Erich-Kästner-Schule, Frau Monsport; Tel.: 06007-930303

• Freiwilligenagentur Altenstadt-Aktiv; Rita Oldiges, 06047/985747; www.altenstadt-aktiv.de

• MüFaz; Tel.: 0 60 32 / 31 23 3; mail@muefaz.de

• Bürgerhilfe Florstadt; Anneliese Eckhardt; Tel.: 06035/969944; ausbildungspaten@ buergerhilfe-florstadt.de


Impressum | Datenschutz | Cookie Policy | Sitemap
Copyright © Erich Kästner-Schule, Rosbach-Rodheim