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Juli 2016

Popcorn für die Erich Kästner-Schule in Rodheim

Das Thema des Arbeitslehreunterrichts „ein Produkt für den Markt gestalten“ nahm die Lehrerin Anna Küchenmeister mit den Schülern der Klasse 5a zu Anlass, Pizzabrötchen auf dem Schulhof zu verkaufen. Sie organisierte mit den Kindern den Ein- und Verkauf, sowie die Produktion der Pizzabrötchen.

 

Das interessante und lebensnahe Projekt begeisterte schnell alle und es wurde ein Gewinn von knapp 100 Euro erzielt.

 

Das Geld wollten die Schüler nicht einfach für sich ausgegeben. Die Schüler wünschten sich etwas Bleibendes. Ein Geschenk für sich und alle Mitglieder der Erich Kästner-Schule! Ein Geschenk, das immer wieder z.B. bei Schulfesten genutzt werden kann. Schnell war eine Popcornmaschine als lohnende Investition gefunden. Diese wurde von dem Gewinn angeschafft.

 

 

 

Stolz überreichten die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse der Erich Kästner-Schule in Rodheim ihrem Schulleiter, Herrn Joachim Pehlke - stellvertretend für die gesamte Schulgemeinde - diese Popcornmaschine.

 

 

 

Der Schulleiter Joachim Pehlke freute sich über das gelungene Projekt im Rahmen der ökonomischen Grundbildung. Hier wird Wirtschaft am Beispiel nachhaltig verdeutlich, sagt Herr Pehlke. Aus Dank spendet er für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a die ersten Zutaten für die Herstellung von Popcorn, auf dass der köstliche Popcornduft bald ganz Rodheim erfüllt.

 

50 Jahre EKS: »Dein ist mein ganzes Herz«

Rosbach-Rodheim (sky). Mit einer akademischen Feier im Bürgerhaus und einem Schulfest auf dem Schulgelände feierte die Erich-Kästner-Schule (EKS) in Rodheim am Wochenende ihr 50-jähriges Bestehen. Spiele und Sketche, Ausblicke und Rückblicke sowie viel Musik und Bewegung bestimmten das Fest, das viele Besucher anlockte. Auch Schulelternbeirat und Geschichtsverein überbrachten Grußworte.


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Operntenor Manfred Fink war Schüler der EKS und ist nun auf internationalen Bühnen zu Hause. (Foto: lh)
© Edelgard Halaczinsky

»Diese Schule ist in der Lage, weiter zu bestehen«, sagte Daniel Dietz, Vertreter des Staatlichen Schulamtes für den Wetteraukreis, am Freitagabend vor zahlreichen geladenen Gästen aus Politik, Lehrer- und Elternschaft sowie Freunden der EKS. Die hatten in den letzten Jahren hart daran gearbeitet, die drohende Schließung des Sekundarbereichs abzuwenden. Durch den kurzweiligen Abend führten Louisa Gruner und Oliver Kahlert, beide EKS-Schüler und ausgestattet mit beeindruckendem Charme und Selbstbewusstsein. Neben anderen Akteuren bewiesen sie auf der Bühne, dass sie (oder ihre Eltern) mit der Entscheidung für die EKS die richtige Wahl getroffen hatten.

»Wir sollten mit aller Kraft in unseren Bemühungen fortfahren, das Erreichte zu verstetigen und weiterzuentwickeln – mit der gleichen Motivation wie bisher«, resümierte Schulleiter Joachim Pehlke bei einem kleinen Rückblick in die Schulgeschichte. Gebietsreform und Schulträgerwechsel hatten die Schülerzahl vor 30 Jahren um fast zwei Drittel auf 322 zurückgehen lassen. Seit dieser Zeit gebe es eine immer wiederkehrende Diskussion um die Fortführung der Sekundarstufe. »Dieses Bild in der öffentlichen Wahrnehmung müssen wir ändern«, forderte Pehlke. Da kam ihm das Versprechen von Schuldezernent Helmut Betschel gerade recht: »Wir werden als Wetteraukreis weiter in diesen Standort investieren, weil wir an ihn glauben«, sagte Betschel mit Blick auf die wieder steigenden Schülerzahlen an der EKS. Dass hinter diesen Worten auch Taten stecken, konnten die Festbesucher am Samstag beim Betreten des Schulgeländes sehen. Ein Baugerüst am Hauptgebäude signalisierte, dass im Anschluss an Neu- und Anbauten nun auch Sanierungsarbeiten im Gange sind, um das Erscheinungsbild der Schule zu optimieren.

»Es wäre ja auch töricht gewesen, einen Standort, der wächst, zurückzuentwickeln«, sagte Bürgermeister Thomas Alber. Er dankte nicht nur dem gesamten Lehrerkollegium für dessen außerordentliches Engagement, sondern auch den Familien, die sich für die EKS entschieden haben. Sie sicherten das Fortbestehen dieser wichtigen Bildungseinrichtung im Ort, die ihre Stärke in den kleinen Klassen und den kurzen Wegen zwischen Schülern, Lehrern und Eltern habe.

Pädagogik siegt über Ökonomie

Pehlke hob hervor, dass die pädagogischen Erfolge einer Schule wichtiger seien als die Klassenzahl. Die Pädagogik siege über die Ökonomie. »Das Lächeln, das du aussendest, kehrt doppelt zu dir zurück«, zitierte er Erich Kästner, der übrigens bei der Schuleinweihung vor 50 Jahren persönlich zu Gast war. Kästner und seine vielen Gedichte und Geschichten bestimmten auch anderswo das Festgeschehen. So begegnete man mithilfe der Schüler dem »Schwein beim Friseur«, befasste sich mit der »Sache mit den Klößen« oder begab sich mit »Emil und den Detektiven« auf abenteuerliche Suche nach verdächtigen Personen.

Auch musikalisch brauchte sich die EKS nicht zu verstecken. Manfred Fink, deutscher Operntenor mit internationaler Erfahrung zum Beispiel an der Mailänder Scala oder an der Wiener Staatsoper, drückte fünf Jahre lang die Schulbank an der Rodheimer EKS. Er ließ es sich nicht nehmen, das Publikum mit »Dein ist mein ganzes Herz« oder »O sole mio« zu begeistern, begleitet von Sophia Gigneishvil am Piano.

Auch die erst 16-jährige Chiara Bäuml, Ensemble-Mitglied an der Frankfurter Oper, ließ erahnen, das die EKS nicht nur erfolgreich bei Mathe-Wettbewerben ist, sondern noch viel mehr kann.

Der Schulchor und die Flötenkinder der 4. Klassen unter der Leitung von Gabi König sangen und spielten sich mit Musical-Melodien und einem Menuett in die Herzen der Zuhörer, und der erst vor acht Wochen aus der Taufe gehobene, 21-köpfige Lehrerchor unter der Leitung von Carola Bausum rockte die Bühne gekonnt mit Songs von Pink Floyd und den Toten Hosen. Auch ein Jazz-Gang-Duo mit den beiden Lehrern Grün und Völker ließ aufhorchen.

Die Rodheimer Tanzgarde und die Rock’n’Roll-Gruppe »LollyPops« brachten Bewegung ins Festgeschehen, und wer sich selbst körperlich betätigen wollte, war am Samstag beim Menschenkicker oder in der Hüpfburg genau richtig. In der Aula gab es eine von den Schülern zusammengestellte Ausstellung über 50 Jahre Schulgeschehen. Festabschluss war das Ehemaligentreffen am Samstagabend.

 

Quelle: Wetterauer Zeitung vom 05.07.2016

Engagement statt Endstation Wie ein Bad Vilbeler Autist in Rodheim Bildungschancen erhält und sie nutzt

30.06.2016 Von DIETER DEUL

Als Autist hätte Jan Felix (17) in der Sonderschule enden können. Doch seine Eltern trauten ihm mehr zu. An der Erich-Kästner-Schule in Rodheim macht er jetzt seinen Realschulabschluss, profitiert dort von sehr kleinen Klassen und engagierten Lehrern. 

 

Bad Vilbel/Rosbach. 

Jan Felix (17) war immer schon etwas anders, ein typischer Einzelgänger. Vom Schulbesuch wurde er mit sechs Jahren zurückgestellt. „Entwicklungsstörung“, hieß es. Dass sein Sohn Autist ist, erfuhr Jochen Waiblinger erst später. Dafür schmetterte ihm die Psychologin die vernichtende Diagnose entgegen: „Der Junge, der wird nie ’ne Regelschule besuchen!“ Damals hätte die Zukunft Sonderschule mit anschließendem betreuten Wohnen gedroht.

„In dem Kerl steckt mehr“, habe er sich damals gesagt, erinnert sich der Vater und sieht sich bestätigt: „Jan Felix macht jetzt seine Mittlere Reife, hat Zweier und Dreier.“

Doch bis dahin war es ein langer, mühevoller Weg. Die nächstgelegene Stadtschule kam nicht in Frage, die zusammengelegten ersten und zweiten Klassen mit der Aufforderung zum selbstständigen Arbeiten kamen für Jan Felix nicht in Frage. Die Waiblingers wählten die kleine Petterweiler Grundschule. Schon damals bekam er einen Teilhabeassistenten zur Seite gestellt, „das ist nicht selbstverständlich, wir mussten darum kämpfen“, erinnert sich Waiblinger. Beim Wechsel zur weiterführenden Schule stellte sich die Wahl erneut. Die John-F.-Kennedy-Schule kam nicht in Frage, weil Jan Felix nicht in der Lage ist, sich in großen Menschenmassen zu bewegen.

 

Ideale Größe

Die Wahl fiel 2010 auf die Erich-Kästner-Schule (EKS), eine Grund-, Haupt- und Realschule mit geradezu idealen Klassenstärken von 16 Schülern. „Eine Schulform, die ideal für jeden Schüler zum Arbeiten ist“, lobt Waiblinger.

Allerdings gab es auch Schattenseiten. An der Schule sind viele Kinder alleinerziehender Mütter, „die haben ihr soziales Päckchen zu tragen“. Oft habe das Verständnis für Jan Felix’ Verhalten gefehlt, er wurde gemobbt, berichtet der Vater. Doch Waiblinger gab nicht auf, sondern engagierte sich – bis hin zum Kreis-Elternbeirat, als der EKS vor zwei Jahren die Schließung drohte.

Autismus, das sei ein breites Spektrum, erläutert Waiblinger. Anders, als im Film „Rain Man“ habe Jan Felix keine Sonderbegabung, sei ein aber aufgeweckter Junge, der inzwischen auch gerne auf Leute zugeht. Nur anders. „Er kann die Mimik in Gesichtern und Ironie nicht verstehen, Autisten können auch ganz schlecht lügen.“

Doch er bekam in Rodheim zwei große Chancen. Einmal den Nachteilsausgleich, er hatte für Klassenarbeiten die doppelte Zeit. Ab der achten Klasse, als es ums Entwickeln selbstständiger Gedanken ging, durfte er einen Laptop benutzen, seine Gedanken diktieren, ohne langwieriges Schreiben. Die zweite Chance waren verständnisvolle Lehrer. „Sie haben mit dem Herzen geschaut, nicht mit den Augen.“

 

Machtkämpfe der Jungs

Dennoch hatte es Jan Felix an der Schule schwer, sich zu behaupten. Besonders pubertierende Jungs mit ihren Machtkämpfen machten es ihm nicht leicht. Auch heute kommen seine Freunde von außerhalb, haben auch Handicaps. Jan Felix’ Hobbys sind kniffligen Sachen, die Geduld erfordern, „alles, was mit Computer zu tun hat“. So hat er seinen Eltern alle alten Schallplatten und Musikcassetten digitalisiert, in einem Referat über das Fernsehen eine Eins kassiert.

Nach der Schule wird Jan Felix ab September im Berufsbildungswerk Würzburg eine Ausbildung in Elektrotechnik machen. Waiblinger ist sich bewusst, dass es eine privilegierte Situation ist, Schüler ohne engagierte Eltern, „die haben es sehr viel schwieriger“.

 

Quelle: Frankfurter Presse, 30.06.2016

 

Quelle: Wetterauer Zeitung, 30.06.2016

Quelle: Wetterauer Zeitung

Bad Vilbel Inklusion gelungen

Von Petra Zeichner

Jan Felix und sein Vater Jochen Waiblinger freuen sich.  Foto: schick
Jan Felix und sein Vater Jochen Waiblinger freuen sich. Foto: schick

Jan Felix und sein Vater Jochen Waiblinger freuen sich.  Foto: schick

 

Jan Felix ist autistisch und hat jetzt den Realschulabschluss gemacht.

Ich kann nicht so schnell schreiben und ich kann auch die Mimik von anderen Menschen nicht so gut einschätzen.“ Jan Felix Waiblinger kann seine Behinderung gut beschreiben. Heute heißt sie Autismus-Spektrums-Störung, denn es handelt sich dabei um ein ganzes Spektrum an Symptomen. Und doch hat der 17-jährige jetzt an der Erich-Kästner-Schule in Rosbach-Rodheim den Realschulabschluss gemacht, am 8. Juli ist die Abschlussfeier.

 

Geholfen haben ihm dabei vor allem seine Eltern, Jochen Waiblinger und Karin Böhm. Die Familie lebt in Bad Vilbel und von dort haben sie ihren Sohn fast täglich gefahren, zuerst in den Waldkindergarten in Karben, dann in die Grundschule dort und schließlich zu der Rodheimer Grund- Haupt- und Realschule. Zurück fährt er von dort mit Bus und Bahn.

 

Auch die Lehrer haben den Schüler unterstützt

 

Bei den Hausaufgaben war seine Mutter stets an seiner Seite. „Nicht, um ihm bei den Aufgaben zu helfen, die kann er“, sagt sie. Vielmehr habe sie ihren Sohn oft daran erinnern müssen, die Hausaufgaben überhaupt zu machen. Denn sein Gedanken schweifen gerne ab, und was ihn ablenkt, sind oft Details, von denen er gedanklich nicht mehr loskommt. „Stellen Sie sich vor, jemand hat Essensreste im Bart. Das kann ich dann nur schwer aushalten“, erklärt Jan Felix.

 

Mit viel Geduld haben ihn seine Eltern dabei unterstützt, damit umzugehen. „Das hat er inzwischen gelernt, auszuhalten“, sagt Vater Jochen Waiblinger. „Aber es war ein langer Prozess.“ Inzwischen kann Jan Felix auch auf Menschen zugehen, doch in großen Menschenmassen fühlt er sich immer noch „sehr unwohl“. Deshalb kam ein große Schule für ihn nicht infrage und seine Eltern entdeckten die Erich-Kästner-Schule mit etwa 400 Schülern. Dort hatte Jan Felix einen vom Kreis bezahlten Teilhabeassistenten, früher Schulhelfer genannt. Jeden Tag saß er neben ihm und machte zum Beispiel Tafelabschriebe, wenn sein Schützling nicht mitkam. Im Laufe der Jahre sind sie sich näher gekommen. „Der Schulhelfer ist für mich ein richtiger Freund“, sagt Jan Felix.

 

Auch die Lehrer hätten sich sehr engagiert, betonen die Eltern ein ums andere Mal. So sei eine Lehrerin etwa auf die Idee gekommen, dass Jan Felix bei Deutscharbeiten seine Gedanken dem Schulhelfer diktierte, der schrieb sie mit dem Laptop mit. So brauchte Jan Felix nicht mehr doppelt so lange wie seine Mitschüler. Und wenn die Hausaufgaben mal zu viel für ihn waren, durfte er sie abkürzen.

 

Mit dem Realschulabschluss hat er sich selbst ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk gemacht, am 31. Juli wird er 18 Jahre alt. Dabei sah es zuerst gar nicht so aus, als ob Jan Felix überhaupt zu einer Regelschule würde gehen können. „Bei der ärztlichen Schuleingangsuntersuchung wurde unserem Sohn im Alter von sechs Jahren bescheinigt, dass er wohl nie eine solche würde besuchen können“, sagt der Vater.

 

Berufsbildungsjahr ab September

 

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Eltern schon eine Odyssee hinter sich, um herauszubekommen, wieso ihr Sohn anders war als die anderen Kinder, warum er zum Beispiel mit drei Jahren noch nicht mehr als Zwei-Wort-Sätze sprechen konnte. „Entwicklungsverzögerung unklarer Genese hieß es immer“, sagt die Mutter. Schließlich diagnostizierten die Experten an der Universitätsklinik Frankfurt Autismus.

 

Ab September wird der junge Mann im Würzburger Berufsbildungswerk (BBW) ein Berufsbildungsjahr machen. Dann wird er auch dort wohnen. „Ich kann mir das sehr gut vorstellen“, sagt er. Zwar gibt es auch in Karben ein BBW, aber dort gefielen ihm die angebotenen Berufe nicht. Außerdem, so Vater Waiblinger, könne der Sohn außerhalb des Elternhauses selbstständiger werden.

 

Die Abschlussnoten sollten für eine Berufsausbildung jedenfalls kein unüberwindbares Hindernis sein: in Mathe und Englisch eine Drei, in Deutsch sogar eine Zwei. Die Präsentation, die zur Prüfung dazugehört, hielt er über die technische Entwicklung des Fernsehers. Note: Eins.

 

Quelle: Frankfurter Rundschau, 04.07.2016


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