Aktuelle Informationen und das Wahlausschreiben finden Sie hier.

 

 

Infos zum Ganztag finden Sie hier.

 

Bilder und Impressionen von der Aufführung vom 19.06.2017, "Die wundersame Reise des Sebastian Blue" befinden sich hier.

 

 

Impressionen der 50-Jahrfeier befnden sich hier.

 

Wir haben eine neue Telefonnummer:

 

Tel.: 06007 - 917708-0
Fax: 06007 - 917708-21

 

 

Der aktuelle Terminplan für das Schuljahr 2017/2018 befindet sich hier.

 

 

 

 

 

---------------------------

ELTERN-INFO

---------------------------

 

Hier befinden sich alle aktuellen Speisepläne.


 

--------------------------------

SCHÜLER-INFO

--------------------------------

 

--------------------------

TIPPS + LINKS

--------------------------

 

Förderverein EKS

 

Kultusministerium Hessen

 

Bildung in Deutschland

 

Grundschulforum

 

Schulferien

 

Impressionen zum Tag der offenen Tür

Dezember 2010

Rosbach-Rodheim v.d.H. (sky) 12.12.2010

 

Drei Tage lang haben 32 Schüler der Klasse 7 an der Rodheimer Erich-Kästner-Schule (EKS) in der vergangenen Woche nicht Lesen, Rechnen oder Schreiben gelernt, sondern sich mit Hilfe des dreitägigen Trainingsprogramm "KomPo7" mit ihren eigenen sozialen und kognitiven Fähigkeiten und Stärken beschäftig. Schulleiter Joachim Pehlke, der vier externe Berater an die Schule geholt hatte, um den Siebtklässlern rechtzeitig vor der Berufswahl oder vor der Fortführung ihrer schulischen Ausbildung rote Fäden für eine bestmögliche Selbsteinschätzung an die Hand zu geben, sowie drei weitere Lehrer der Schule waren während dieser Tage als lernende Beobachter mit im Boot. Sie werden in der nächsten Zeit die Trainingsinhalte von KomPo7 vor Ort zu vertiefen haben.

 

Zweimal 16 Schüler sowie je zwei Expertinnen und zwei Lehrer bildeten eine Einheit. Während die Schüler, mal in Vierer- und mal in Achtergruppen aufgeteilt, unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen hatten, notierten die vier Erwachsenen pro Gruppe ihre Beobachtungen, werteten sie nachmittags gemeinsam aus und besprachen die Ergebnisse am Ende der drei Tage mit den Schülern - und in den meisten Fälle mit den hinzu gekommenen Eltern. "Es gab nur ganz wenige Fälle, wo die Eltern bei dem Gespräch nicht dabei waren", sagte Pehlke. Das sei ein Zeichen für ihn, wie wichtig die Eltern die Ausbildung ihrer Kinder nähmen.

 

Kursleiterin Ursula Schwonburgs Ideenkoffer war gespickt mit Aufgaben, die in einem frei zusammengestellten Team zu bewältigen waren. Wie kann ich zum Beispiel ein rohes Ei aus vier Metern Höhe fallen lassen, ohne dass es zerbricht? Eine Tischlänge Tesafilm und 25 Strohhalme mussten als Hilfsmittel ausreichen, um das zu schaffen. Nur eine von vier Gruppen war über den ersten Versuch hinaus erfolgreich, dennoch hatten alle mit Eifer an einer gemeinsamen Lösung gearbeitet. "Wir haben nicht den Boden gepolstert, sondern das Ei", erklärte die 14jährige Antonia den Erfolg ihres Teams. Schulleiter Pehlke, der als Tester fungierte, brauchte vier Anläufe und eine beträchtliche Wurfhöhe, um die gut geschützte Schale endlich zum Bersten zu bringen.

 

Um das Motto "Gemeinsam können wir es schaffen" ging es auch in dem "Mausefallenspiel". Hier stand zum Beispiel Elena mit fest verbundenen Augen in einem Meer von Kaffeebechern und musste den Weg hinaus finden. Dabei sollte sie möglichst wenige Becher mit den Füßen umzustoßen. Hilfestellung für die schwierige Aufgabe kam von ihren Gruppenmitgliedern, die sie anhand entsprechender Anweisungen nach außen dirigierten. "Das war gar nicht so einfach, denn wir saßen ja auf verschiedenen Seiten, so dass das nach rechts oder nach links Gehen immer aus der Warte des Zurufers umgesetzt werden musste", meinte ein Teilnehmer. Hier war Abstimmung im Team gefragt gewesen.

 

Um passende Fragestellungen, damit auch eine zutreffende Antwort herauskommt, ging es im Job-Interview mit einem Kriminalpolizisten, der an der Schule auch als Mentor tätig ist. Art und Länge der Ausbildung, Verdienstmöglichkeiten, Vorbildung und die Frage, ob das Familienleben unter dem Beruf leidet, kamen zur Sprache. Jeder Schüler hatte seinen eigenen Interview-Bogen und notierte die Antworten. Anschließend saß man wieder in Gruppen zusammen und sollte das Erfahrene zu Viert grafisch darstellen. An einem Jungentisch dauerte es eine Weile, bis Struktur in die Aufgabenbewältigung kam. Während zwei sich kabbelten, schauten die anderen beiden eher teilnahmslos zu. Alle hatten eins gemeinsam: die richtig zündende Idee für das Plakat war noch nicht gefunden, der Weg dorthin offenbar nicht so einfach. Ursula Schwonburg und ihre Kollegin Peggy Mechold blieben gelassen. "Sie werden staunen, wie schnell eine Aufgabe im Team bewältigt werden kann, wenn der erste Schritt erst einmal getan ist", wusste auch Mechold aus Erfahrung. Und tatsächlich tat sich innerhalb weniger Minuten etwas Erstaunliches: Am Tisch nebenan griff Pascal zum Filzstift und malte in sorgfältigen Buchstaben eine Überschrift. Ann-Kathrin nahm sich Blätter von Buntpapier und schrieb Stichworte nieder, die für sie wichtig gewesen waren. Ein paar Schritte weiter schien die plötzliche Aktivität ebenfalls ansteckend zu sein. Es wurde gemalt, geschrieben und hart überlegt. Jeder war bemüht, sein Bestes zu geben, und die beiden Trainingsleiterinnen waren zufrieden.

 

"Es ist wichtig, dass junge Menschen rechtzeitig lernen, in einem Team zu arbeiten. Das brauchen sie dann später in ihrem Berufsleben", kommentierte Schwonburg. Das Erkennen des eigenen Standorts, aber auch die Beobachtung und Respektierung des Gegenübers fänden schließlich zu einem ausgewogenen Miteinander. "Wir haben den Gruppen bewusst keine eigene Wahl bei der Zusammenstellung gelassen, denn jeder sollte lernen, mit jedem zurecht zu kommen". Ferner seien Ausdauer, Konzentration und Selbstfindung gefragt, aber auch Kreativität spielte ein große Rolle.

 

Antonia, Mitglied in der Schülervertretung und selbst Teilnehmerin der dreitägigen Veranstaltung, fasste zusammen, was viele ihrer Mitschüler dachten: "Wir fanden es cool, dass wir alle zusammen, und nicht gegeneinander, eine Aufgabe bewältigen mussten. Es hat sich auch zwischen Jungen und Mädchen ein ganz neues Miteinander entwickelt." Viele ihrer Mitschüler seien erstaunt gewesen, bei der anschließenden Ergebnis-Besprechung besser weg gekommen zu sein als erwartet. "Wie oft es anders war, weiß ich allerdings nicht". Sie hat bisher nur die positiven Rückmeldungen erhalten.

_______________________________________________________________________________

 

KomPo7 ist eine gemeinsame Aktion des Landes Hessens, der Europäischen Union, der Bundesagentur für Arbeit sowie weiteren angeschlossenen Organisationen. Sie richtet sich seit September 2009 an Schüler der Klasse 7 an den hessischen Haupt- und Realschulen sowie an deren Lehrer. Ziel ist eine fundierte Selbst- und Fremdeinschätzung hinsichtlich vorhandener Stärken rechtzeitig vor der Berufs- und Ausbildungswahl. Sozialverhalten sowie Lern- und Arbeitsverhalten werden erfasst und in anschließenden Auswertungsgesprächen (möglichst mit Eltern) erörtert.

Pro Schule können 32 Schüler an dem Projekt teilnehmen. Bis Ende 2010 sollen 120 Schulen das Angebot genutzt haben. Es steht im Zusammenhang mit der landesweiten Initiative "OloV", was für "Opitimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen" steht.

_______________________________________________________________________________

 

Schulleiter Joachim Pehlke testet eine der Konstruktionen, die ein rohes Ei im freien Fall vor dem Zerbrechen beim Aufprall schützen sollen. Diese Version war am erfolgreichsten
Schulleiter Joachim Pehlke testet eine der Konstruktionen, die ein rohes Ei im freien Fall vor dem Zerbrechen beim Aufprall schützen sollen. Diese Version war am erfolgreichsten
Elena steht in der "Mausefalle", umringt von Kaffeebechern. Wird sie es mit Hilfe ihres Teams schaffen, möglichst erfolgreich aus dem Labyrinth herauszufinden? Ursula Schwonburg (hinten links) notiert ihre Beobachtungen von der Situation
Elena steht in der "Mausefalle", umringt von Kaffeebechern. Wird sie es mit Hilfe ihres Teams schaffen, möglichst erfolgreich aus dem Labyrinth herauszufinden? Ursula Schwonburg (hinten links) notiert ihre Beobachtungen von der Situation
Eine ungewöhnliche Aufgabe bewältigt hier Alexander und sein Team: die Kugel, die am langsamstem durch das Rohrsystem rollt, schafft den Sieg. Auch hier war Teamgeist und Kreativität gefragt. Die Hilfsmittel waren für jede Gruppe einheitlich vorgegeben
Eine ungewöhnliche Aufgabe bewältigt hier Alexander und sein Team: die Kugel, die am langsamstem durch das Rohrsystem rollt, schafft den Sieg. Auch hier war Teamgeist und Kreativität gefragt. Die Hilfsmittel waren für jede Gruppe einheitlich vorgegeben

Impressum | Datenschutz | Sitemap
Copyright © Erich Kästner-Schule, Rosbach-Rodheim