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Mai 2011


Frankfurter Rundschau vom 31.05.11

Frische Farben für mehr Schüler

Für die Sekundarstufe I an der Erich-Kästner-Schule (EKS) heißt es in naher Zukunft „alles oder nichts“. Wegen Auflagen aus Wiesbaden zum Schulentwicklungsplan des Wetteraukreises droht der EKS das Ende des Haupt- und Realschulzweiges.

Erich-Kästner-Schule in Rodheim Foto: Renate Hoyer
Erich-Kästner-Schule in Rodheim Foto: Renate Hoyer

Weil der Kreis nun gegen die Auflagen klagt, investiert er als Schulträger vorerst nicht in die notwendige Sanierung. Am 18. Juni wollen sich Eltern und Lehrer mit einem Aktionstag selbst helfen.

 

„Wir können nicht so tun wie die Leute auf der Titanic und lassen zum Untergang noch das Orchester spielen“, sagt Jochen Waiblinger, Sprecher des Schulelternbeirats. Statt des üblichen Sommerfests kurz vor den großen Ferien werden nach Schätzung von Waiblinger bis zu 60 Eltern und Lehrer mit Pinsel und Farbe zumindest den optischen Zustand in den Räumen und auf dem Pausenhof verbessern.

 

Eltern und Lehrer renovieren

 

Die Modernisierung der Fachräume, der Austausch der Elektroverkabelung oder das Reparieren eines Wasserschadens überlässt man hingegen den Fachleuten, wenn diese denn mal den Auftrag des Wetteraukreises erhalten. „Der Kreis soll mit unserem Aktionstag nicht aus der Pflicht entlassen werden“, erläutert Waiblinger. Mit der Renovierung solle das Image aufpoliert werden.

 

In diesem Zusammenhang sieht auch Schulleiter Joachim Pehlke die Initiative: „Wenn nichts getan wird, kommen wir in einen Teufelskreis“, sagt er. Ohne Renovierung verliere die Schule an Attraktivität, was sich in weiter sinkenden Schülerzahlen widerspiegele. Bestand bislang der Eingangsjahrgang aus zwei Klassen, so wird er laut Pehlke im kommenden Schuljahr nur aus einer Klasse bestehen.

 

Das Gros der insgesamt rund 200 Pennäler der Sekundarstufe I kommt aus dem knapp 13000 Einwohner großen Rosbach sowie aus Karben, Bad Vilbel und Friedrichsdorf.

Die Grundschule mit ungefähr 250 Kindern weist dagegen eine gute Zukunft auf. Der Kreis hat erst im vergangenen Jahr 1,6 Millionen Euro in den Umbau der Aula zu einer Mensa, die auch von der Sekundarstufe I mitgenutzt wird, und einen Anbau mit vier Klassenräumen investiert.

 

Wiesbaden drängt auf Prüfung

 

Eine Umwandlung der EKS zu einer für Schüler attraktiveren integrierten Gesamtschule bestehe nur in der Theorie, sagt Matthias Flor vom Wetteraukreis. Das Vorhaben würde an der zu geringen Zahl an Eingangsklassen scheitern – eine IGS müsse mindestens dreizügig sein. Vielleicht könne die EKS von der Mittelstufenschule in spe profitieren, fügt Flor hinzu.

Das Kultusministerium hat bei der Genehmigung des Schulentwicklungsplans eine Bedarfsprüfung für die Haupt- und Realschule in Rosbach sowie weitere in Friedberg und Florstadt hineingeschrieben. 2012 soll der Kreis für diese Schulen Prognosen aufstellen. Ergibt sich darin keine Trendwende, müsste über Schulfusionen entschieden werden. Gegen diese Auflage hatte der Kreis im März Klage eingereicht. Die unmittelbare Folge für Rosbach erläutert Flor: „Wir können nicht eine Schule modernisieren, die vielleicht in ein paar Jahren geschlossen wird.“

 

Der Elternbeirat sieht in der wohnortnahen EKS mit ihren kleinen Klassen eine ideale Schule. Man versteht die Entscheidung des Kreises, aber sieht darin ein falsches Zeichen. „Mit der neuen Schulleitung ist die Erich-Kästner-Schule im Aufschwung“, sagt Jochen Waiblinger. „Es wurden viele Veränderungen auf den Weg gebracht. Jetzt muss auch die Chance gegeben werden, die Früchte zu ernten.“



Wetterauer Zeitung 31.05.11

"Rosbacher Tandem" für den Weg von der Kita in die Schule

"Mit dem Tandem in die Zukunft" wollen die Lehrerinnen und Erzieherinnen "radeln", um die Arbeit an Schulen und Kindergärten dauerhaft miteinander zu verzahnen
"Mit dem Tandem in die Zukunft" wollen die Lehrerinnen und Erzieherinnen "radeln", um die Arbeit an Schulen und Kindergärten dauerhaft miteinander zu verzahnen

Lehrer und Erzieher nehmen an Landesprojekt für Bildungs- und Erziehungsplan teil - Elf Einrichtungen kooperieren

 

Rosbach v.d.H.(sky) Mit Hilfe eines alters- und institutionsübergreifenden Bildungs- und Erziehungsplans (BEP) für Kinder von null bis zehn Jahren will das Land Hessen schulische und vorschulische Einrichtungen in Zukunft stärker miteinander verzahnen."Tandem" nennt sich die Idee, die dahinter steckt. Insbesondere sollen die Übergänge von Kindertagesstätten in Schule, Hort oder Betreuungsschule flexibler gestaltet und erleichtert werden. Über ein Dutzend Lehrer, Erzieher und Betreuer bekamen kürzlich in Rosbach eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme an dem Projekt ausgehändigt.

Seit einem halben Jahr haben sie gemeinsam ein Konzept unter dem Motto "Mit dem Tandem in die Zukunft" erarbeitet. Fachliche Unterstützung gab es von Kerstin Georg (Pädagogische Akademie Elisabethenstift in Darmstadt). "Ein solches Tandem besteht aus mindestens einer Grundschule und einer Kindertagesstätte", erläuterte die Projektleiterin. In Rosbach hätten sich alle sechs bestehenden Einrichtungen zu einem Tandem zusammengeschlossen, in Rodheim alle fünf. Gegenseitige Besuche, gemeinsame Veranstaltungen sowie Reflexionstreffen der beteiligten Pädagogen gehörten ebenso zum Projekt wie die Einbeziehung der Elternhäuser als Erziehungspartner. Kinder und Eltern bekämen bei verschiedenen Anlässen die Gelegenheit, die jeweils andere Institution näher kennenzulernen und bei Veranstaltungen, Ausflügen und Festen Kontakte zu knüpfen.

Von Dezember bis Mai hatte die zugehörige Leistungsqualifizierung nach dem Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan gedauert. Nun, bei der Abschlussveranstaltung in der Kapersburgschule, war auch Bürgermeister Detlef Brechtel als Gast zugegen. "Die Vernetzung aller Erziehungseinrichtungen in unserem Stadtgebiet ist schon seit längerer Zeit unser Anliegen", betonte er. Dabei gehe es nicht nur um die thematische Zusammenführung, sondern auch um räumliche Nähe. "Wichtig ist außerdem, dass alle Beteiligten auf gleicher Höhe miteinander arbeiten", fügte er an. Und Claudia Eisenbach, Leiterin der Kita Regenbogen in Rodheim, fasste zusammen: "Wenn wir gemeinsam das einzelne Kind in den Mittelpunkt rücken, kommt mehr heraus, als jeder einzeln leisten kann." Konrektorin Rita Sommerlad von der Erich-Kästner-Schule betonte, dass das gemeinsame pädagogische Handeln und die stärkere Vernetzung von Kitas und Schulen richtungsweisend sei für die kommenden Jahre. "Um dieses Ziel zu erreichen, haben Sie mich voll und ganz auf Ihrer Seite", sicherte der Rathauschef ihr zu. Kinderbetreuung habe in Rosbach schließlich "die Priorität eins" - und deshalb sei es auch so erfreulich, dass Schulen und vorschulische Einrichtungen ein solch hohes Maß an Kooperationsbereitschaft zeigten, wie sie den Beteiligten nun mit Brief und Siegel bestätigt worden sei. "Dass das in unserem Städtchen so möglich ist, dazu möchte ich ein herzliches Dankeschön in den Wald rufen", meinte er abschließend.



Wetterauer Zeitung 23.05.2011

Alle Schulkinder unter einem Dach

Die Zeit der Container ist vorbei: Neue Räume für Hort und Betreuungsschule an der EKS offiziell eingeweiht

"Herzlich willkommen in unseren neuen Räumen" singen die Chorkinder von Hort und Betreuungsschule mit Lehrerin Silke Lahr.
"Herzlich willkommen in unseren neuen Räumen" singen die Chorkinder von Hort und Betreuungsschule mit Lehrerin Silke Lahr.

Rosbach-Rodheim v.d.H. (sky). Schon seit dem 18. Februar werden die neuen Räume im Erdgeschoss des Grundschulgebäudes der Erich-Kästner-Schule (EKS) von den insgesamt 115 Hort- und Betreuungsschulkindern genutzt. Jetzt, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase, wurden die sechs Räume (vier vom Hort und zwei von der Betreuungsschule) offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Jannik und Yoo-Jin können nun mit ihren Freunden aus der Betreuungsschule spielen.
Jannik und Yoo-Jin können nun mit ihren Freunden aus der Betreuungsschule spielen.

Im Anschluss an eine kleine Feierstunde vor dem Gebäude (das im Obergeschoss Klassenräume für die Grundschulklassen 1-3 beherbergt) gaben Bürgermeister Detlef Brechtel, EKS-Schulleiter Joachim Pehlke, Hortleiter Peter Lauer und die Leiterin der Betreuungsschule, Inge Voigt, interessierten Bürgern die Gelegenheit, einen Blick ins Innere des Hauses zu werfen. Mit einem fröhlichen, selbstgetexteten Lied "herzlich willkommen in unseren Räumen" begrüßten die Chorkinder von Hort und Betreuungsschule zusammen mit ihrer Musiklehrerin Silke Lahr an der Gitarre die Anwesenden.

 Lauer bedankte sich bei den Hortkindern und deren Eltern für die 18 Monate dauernde "Zeit des Aushaltens", während der die Hortkinder in den Containern auf dem Schulhof untergebracht worden waren. Jetzt freue er sich zusammen mit Inge Voigt über das neue Domizil unter einem gemeinsamen Dach auf dem Gelände der EKS. "Mein besonderer Dank gilt auch der Schule, die uns die Möglichkeit gegeben hat, die Container überhaupt hier auf dem Schulhof aufzustellen", betonte er.

 Schulleiter Pehlke gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass beide Einrichtungen mittelfristig nicht nur räumlich, sondern auch organisatorisch zusammenwachsen mögen, und auch die Zusammenarbeit mit der Schule sich weiter verdichten möge. "Weit über 50 Prozent unserer Grundschüler nehmen inzwischen ein Betreuungsangebot wahr, Tendenz steigend", berichtete er. Seinen Dank richtete er in diesem Zusammenhang an Bürgermeister Detlef Brechtel und die Vertreter der Stadt. Sie hätten die Schule in einer hervorragenden Weise nach Kräften unterstützt.

 Brechtel beschrieb den roten Faden, der dahinter steckt: "Unser Ziel ist es, die Betreuungsschule Rodheim, das städtische Hortangebot und die Ganztagsaktivitäten der Erich-Kästner-Schule sinnvoll zusammenzufassen, und die einzelnen Angebote zeitlich und pädagogisch aufeinander abzustimmen". Dazu müsse sowohl in Personal als auch in Gebäude investiert werden. In Finanzierungsverträgen mit dem Wetteraukreis habe die Stadt für den neuen Vier-Klassen-Anbau samt Toilettenanlage sowie für die Errichtung einer Mensa insgesamt 565.000 Euro zur Verfügung gestellt. Bereits im Jahr 2005 seien 540.000 Euro für den Bau von acht zusätzlichen Klassenräumen geflossen, hinzu kamen Kosten für die Beschäftigung eines Schulsozialarbeiters.

 

" Sinnvolle Freizeitgestaltung"

 

  "Damit haben wir nicht nur in eine Verbesserung der schulischen Situation in Rodheim investiert", betonte er. Die finanzielle Unterstützung für das Ganztagsangebot an der EKS zahle sich aus, denn sie ermögliche eine sinnvolle Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche und sei damit eine Ergänzung des Jugendförderungsprogramms der Stadt. Stolz war er auf die Feststellung, dass Rosbach eine der ersten Städte in der Region war, die eine Betreuung von Grundschulkindern angeboten hat. "Bereits 1993 wurde im Ortskern von Rodheim die erste Betreuungsschule eröffnet", berichtete er.

Dass nun alle Schulkinder, die zwischen 7 und 17 Uhr in Rodheim betreut werden, unter einem gemeinsamen Dach untergebracht sind, freut auch die Schüler. Die beiden Hortkinder Jannik und Yoo-Jin aus der vierten Klasse, die zusammen mit ihren Freunden Max und Timo aus der Betreuungsschule gerade damit beschäftigt waren, einen Riesenturm zu bauen, als Inge Voigt durch die Räume führte, sprachen für ihre Mitschüler: "Jetzt sind wir nach der Schule nicht mehr getrennt und können miteinander spielen. Das ist viel schöner als früher." (Fotos: sky)



Wetterauer Zeitung 18.05.2011

EKS legt Image der Problemschule ab

In der voll besetzten Schulaula verfolgen die Rodheimer Schüler, Lehrer und "Teamer" die Verleihung des PiT-Schildes.
In der voll besetzten Schulaula verfolgen die Rodheimer Schüler, Lehrer und "Teamer" die Verleihung des PiT-Schildes.

Rodheimer Schule erhält Auszeichnung für Gewaltpräventionsprogramm - Gute Kooperation mit der Polizei

 

Rosbach-Rodheim v.d.H. (sky). Seit dem Schuljahr 2007/2008 gibt es in Hessen landesweit ein Gewaltpräventions-Programm "Prävention im Team" (PiT), an dem inzwischen 79 Schulen teilnehmen. An der Rodheimer Erich-Kästner-Schule (EKS) überreichte Manfred Schweizer, Polizeipräsident von Mittelhessen, am Montag offiziell das "PiT-Schild" als Zeichen für eine erfolgreiche Beteiligung an Schulleiter Joachim Pehlke, Bürgermeister Detlef Brechtel und Kriminalhauptkommissar Gisbert Twenning aus Friedberg.

 

"Das ist mehr als nur eine symbolische Geste", meinte Schweizer. Die Auszeichnung sei eine Anerkennung der guten Teamarbeit zwischen Schule, Stadt und der zuständigen Polizeistation in Sachen Gewaltprävention. "Nicht jede Schule kommt automatisch in das Projekt hinein, sondern die Auswahl geschieht über ein Bewerbungsverfahren", war überdies zu erfahren. Ist die erste Hürde genommen, gelte es, Schüler (und auch deren Eltern) gezielt mit ins Boot zu nehmen. "Häufig rückt nur der Täter in den Fokus der Betrachtung, wir wollen uns in diesem Projekt aber auch den Opfern zuwenden". Daraus ergebe sich ein Doppelproblematik, der man gerecht werden müsse.

Wie Projektleiter Dirk Friedrichs vom Hessischen Sozialministerium erläuterte, lässt sich der Erfolg von PiT bereits in Zahlen messen. So ist die Zahl von Gewalttaten von Jugendlichen im Bereich des Polizeipräsidiums Mittelhessen innerhalb von vier Jahren um elf Prozent zurückgegangen. Friedrichs nannte dafür die Hintergründe: "Bei unserem Projekt geht es darum, eine Gewaltsituation möglichst frühzeitig als solche zu erkennen und sich gar nicht erst hineinziehen zu lassen". Sei das nicht zu verhindern, müssten für die Beteiligten verschiedene gewaltfreie Ausstiegsmöglichkeiten verfügbar sein. Dabei sei Gewalt in ihrem ganzen, umfangreichen Spektrum zu erfassen. "Es gibt körperliche, verbale und sexuelle Gewalt, aber auch Mobbing gehört dazu", ergänzte Manfred Schweizer. Je früher man Kindern und Jugendlichen ein gewaltfreies Leben als Ziel vor Augen halte, um so nachhaltiger sei der Erfolg, der sich einstelle. "Dafür ist aber ein langer Atem und Geduld gefragt".

An insgesamt acht Schultagen pro Halbjahr werden in einem Training theoretisches Wissen und praktische Übungen miteinander verknüpft. Vier Tage davon verbringen die Schüler an einem neutralen Ort (in Rodheim waren es das JUZ, das evangelische Gemeindehaus und das Feuerwehrhaus), und an den anderen vier Tagen werden die Ergebnisse in den Klassen vertieft.

An einem Beispiel demonstrierten Schüler der siebten Klassen, wie die Praxis-Stunden ablaufen: Lehrerin Sonja Reiz legte einen langen Wollfaden als "Gewaltbarometer" auf den Fußboden. Ein Zettel mit der Aufschrift "Ja" und einer mit "Nein" fixierten die beiden Enden. Reiz schilderte zwei Situationen: "Ein Vater reißt sein Kind vor einem herannahenden Auto weg und tut ihm dabei weh. Ist das Gewalt oder nicht?" und: "Ein Fußballfan beschimpft einen Fan der gegnerischen Mannschaft. Ist das Gewalt?". Pro Frage hatten sich die Schüler an jener Stelle entlang des Fadens oder an dessen Enden zu positionieren, die am ehestens ihrer Einschätzung entsprach - und die war recht unterschiedlich. "In unseren Trainingsstunden nehmen wir uns anschließend viel Zeit für eine ausgiebige Erörterung", ließ die Lehrerin wissen.

Ihr Kollege Joachim Hofmann, der in einem Rollenspiel das richtige Distanzverhalten demonstrierte, war sich mit ihr einig: "Seit PiT hat sich die Atmosphäre an unserer Schule enorm verbessert". Und Sonja Reitz ergänzte: "Unsere Schüler sind viel sensibilisierter und kritischer gegenüber Gewaltakten geworden und erkennen, dass das Spektrum weit über ein blaues Auge hinausgeht".

 

EKS galt lange als Problemschule

 

Für Schulleiter Pehlke und Bürgermeister Brechtel waren dies gute Nachrichten. Beide wussten zu berichten, dass die EKS in der Öffentlichkeit über viele Jahre hinweg in Sachen Jugendgewalt als problematisch gegolten hatte. "Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Schule, Stadt und örtlichen Vereinen sind diese Zeiten vorbei", meinte Brechtel. Allerdings habe das neue Image sich noch nicht überall herumgesprochen.

Gisbert Twenning von der Friedberger Polizeistation ist zuversichtlich, dass die Erfolge sich noch einstellen werden. "Wenn wir früher hier am Schultor standen, vermuteten die Anwohner einen Konflikt. Heute wissen sie, dass wir kommen, um gezielte Projektarbeit zu leisten".

Jetzt haben sie es offiziell: Die EKS, die Stadt Rosbach und die Polizeistation Friedberg bilden ein erfolgreiches Team. (Fotos: sky)
Jetzt haben sie es offiziell: Die EKS, die Stadt Rosbach und die Polizeistation Friedberg bilden ein erfolgreiches Team. (Fotos: sky)


Frankfurter Neue Presse 19.05.2011

Hurra, wir haben neue Räume!

Bärenstark findet die 3a ihr neues Klassenzimmer. Auch Lehrer Patrick Jeckel (jubelt hinten) und Rektor Joachim Pehlke freuen sich. Fotos: Thomas Kopp
Bärenstark findet die 3a ihr neues Klassenzimmer. Auch Lehrer Patrick Jeckel (jubelt hinten) und Rektor Joachim Pehlke freuen sich. Fotos: Thomas Kopp

Erich-Kästner-Schule Rodheim feiert morgen Einweihung – Mehr Platz für Klassen, Hort und Betreuungsverein

Die Grundschülerzahlen an der Erich-Kästner-Schule in Rodheim wachsen. Freude herrscht deswegen über die neuen Klassenräume, die morgen offiziell eingeweiht werden. Obwohl die theoretisch auch nicht ausreichen.

 

Von Thomas Kopp

 

Rosbach. Insgesamt vier Räume beherbergt der neue Anbau an einem Pavillon der Erich-Kästner-Schule. Der Pavillon wächst damit auf acht Räume an. Durch den Anbau hat sich einiges verschoben.

 

Im ersten Stock findet nun in den alten und neuen Räumen Unterricht für Grundschüler statt, im Erdgeschoss haben der Verein Betreuungsschule und der Kinderhort eine neue Bleibe gefunden. Der Hort war bis zur Fertigstellung in einem Container untergebracht gewesen.

 

Ort des Verweilens

 

Schulleiter Joachim Pehlke findet das ideal: "Früher waren die Betreuungseinrichtungen in den Kindergärten verteilt. Jetzt sind sie direkt in der Schule, die Kinder müssen nicht mehr den Ort wechseln." Die Neubauten an der Schule – wie etwa die Mensa und das Schülercafé für die Sekundarstufe – tragen für Pehlke dazu bei, dass sich die Schüler mehr mit der Schule identifizieren, sie als Verweilort schätzen. Sachbeschädigungen seien zurückgegangen.

 

Pehlke hat erst vor drei Jahren die Leitung der Schule übernommen. Inzwischen sind alle Grundschuljahrgänge dreizügig, das war nicht immer so. Auch deswegen war der Anbau nötig, gekostet hat er 800 000 Euro, 600 000 kommen von der Stadt Rosbach, 250 000 vom Wetteraukreis. Trotzdem muss immer noch ein Teil der Grundschulklassen in den Trakt der Sekundarstufe ausweichen.

 

Von der Raumbelegung her ist das ein geringes Problem. Doch der Trakt ist 45 Jahre alt. Sanierungen sind – obwohl einst geplant – ausgeblieben, weil der Kreis sparen muss – und vor allem das Ergebnis der aktuellen Situation abwarten. Nach der Stellungnahme des Kultusministeriums zum Schulentwicklungsplan für die Wetterau soll eine weiterführende Schule von der Schließung betroffen sein. Rodheim gehört zu den Kandidaten.

 

Ein mögliches Auslaufen der Sekundarstufe würde Pehlke mehr als bedauern, zumal viel Geld in den Schulausbau geflossen ist. Und auch, weil die Schule Fünftklässler aus Petterweil, Burgholzhausen und Köppern anzieht. Doch andere Schulen seien bereits saniert worden und hätten eine gute Ausgangsposition, auch wenn die Rodheimer Schule mit attraktiven Programmen gegenhalte.

 

Auch die Klasse 2c ist von ihrem neuen Domizil begeistert. Lehrerin Sandra Häuser (hinten links) und Joachim Pehlke feiern morgen bei der offiziellen Einweihung kräftig mit.
Auch die Klasse 2c ist von ihrem neuen Domizil begeistert. Lehrerin Sandra Häuser (hinten links) und Joachim Pehlke feiern morgen bei der offiziellen Einweihung kräftig mit.

Dazu gehören auch der Verein Betreuungsschule und der Kinderhort. Sie bieten je nach Bedarf Betreuung von 7 bis 15 oder 7 bis 17 Uhr an. Peter Lauer vom Kinderhort sieht darin keine Konkurrenz: "Die Ausrichtung ist anders. Beim Verein geht es vor allem um das Mittagessen und die Hausaufgaben, wir haben die Kinder länger und müssen sie ganz anders beschäftigen." Bereits zum Frühdienst sind 30 bis 35 Kinder zu Gast, ab dem neuen Schuljahr werden es 78 Kinder im Hort sein. Insgesamt sind es momentan 137, gut die Hälfte aller Grundschüler werden betreut.

 

Schöne neue Räume

Betritt man die Klassenräume, die seit Februar genutzt, aber jetzt am Freitag offiziell eröffnet werden, fällt einem auf, wie hell sie sind. "Es ist schön hier", sagt der achtjährige Benjamin aus der 2c von Lehrerin Sandra Häuser. Und auch in der 3a von Patrick Jäckel freuen sich die Kinder, dass alles so neu ist.

 

Das wollen die meisten auch feiern. Tizian (9) hat sich schon überlegt, ob er nicht nur Brezeln, Tomaten mit Mozzarella und Grillwürstchen essen, sondern den Erziehern auch unter die Arme greifen will. "Wir wollen feiern!", rufen die anderen indes.

 

Gefeiert wird morgen ab 15 Uhr an der Schule. Bürgermeister Detlef Brechtel wird die Eröffnungsrede halten. Anschließend geht es ums gemütliche Zusammensein, Informationen über Hort und Betreuungsverein und Möglichkeiten für Eltern von kommenden Schülern, sich über die Einrichtungen zu informieren.


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