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April 2011


Wetterauer Zeitung vom 09.04.11

Runden drehen für Einrad und Hüpfstab

Sponsorenlauf an der Rodheimer Erich-Kästner-Schule - Sport und Spielgeräte sollen angeschafft werden

 

Rosbach-Rodheim v.d.H. (sky): Die Anfeuerungsrufe von Eltern, Lehrern und Freunden schallen über den neuen Kunstrasenplatz hinter der Erich-Kästner-Schule (EKS). "Los, Luca, noch eine Runde, du schaffst es!", ruft Konrektorin Ulrike Monsport einem Viertklässler zu, der sich gerade seinen 13. Stempel für eine gelaufene 180-Meter-Runde abgeholt hat. Er ist einer von über 300 Teilnehmern am Sponsorenlauf, der ihm und seinen Mitschülern neue Sport- und Spielgeräte für verschiedene Pausenaktivitäten bescheren soll.

15 Minuten Beinarbeit für einen guten Zweck sind angesagt. Am Ende wird es dafür Pausenspiel- und Sportgeräte geben.
15 Minuten Beinarbeit für einen guten Zweck sind angesagt. Am Ende wird es dafür Pausenspiel- und Sportgeräte geben.

Organisiert hat die ganze Aktion ihr Lehrer Yanni Fischer. Für sein zweites Lehrerexamen hat er eine praktische Aufgabe zu erfüllen, die der Schule dauerhaft zugute kommt.

Fischer ist begeistert von der Motivation der Schüler. Von der ersten bis zur zehnten Klasse sind fast alle Schüler bei strahlendem Sonnenschein am Start, um mit jeder gelaufenen Runde eine Spende zu erarbeiten, deren Höhe sie vorher mit Eltern und Großeltern, mit Geschwistern oder Tanten und Onkels ausgemacht haben. "Viele Kinder sind mit einer restlos ausgefüllten Sponsorenliste angetreten, auch Nachbarn und Bekannte haben da mitgemacht", freut sich der Organisator. Lea aus der 3c hat bei einem ortsansässigen Dachdeckerbetrieb 45 Euro für ihre Teilnahme ausgehandelt. Ihr Schulkamerad Steven kommt für neun gelaufene Runden auf immerhin 27 Euro. "Die geben mir Oma, Opa und Mama", berichtet er. Bei Lukas ist der Betrag gedeckelt. Er hat mit seinen Eltern sowie den Großeltern mütterlicher- und väterlicherseits je einen Euro pro Runde ausgemacht. Das macht für elf gelaufene Runden zusammen 30 Euro, die er bis zum 13. April in die Spendenkasse legen wird. Bei Luisa hat sich die kleine Schwester bereit erklärt, 10 Cent pro Runde von ihrem Taschengeld zu opfern.

Aufgeregt berichten die Kindern nach 15 Minuten Laufen, das durch das Signal von Fischers Trillerpfeife jäh beendet wird, von ihren vorangegangenen Verhandlungen mit den Sponsoren, die sich nun auszahlen sollen. Neun Spiel- und Sportgeräte sind in die engere Auswahl gekommen: Einrad oder Hüpfstab, Laufstelzen oder Tischfußball, Scooter, Kettcar oder Waveboard sowie Speedminton oder Frisbee. "Es wird von der Spendenhöhe abhängen, was nun angeschafft werden soll", sagt der Lehrer. In jedem Fall dürfen die Schüler mitentscheiden.

Rund um Ulrike Monsport, die vom Spielfeldrand aus die nächste Gruppe heranmarschieren sieht, scharen sich Dritt- und Viertklässler. Die Mama von Lukas und Jonah aus der 3c hat Schoko-Muffins zur Stärkung mitgebracht. Da greift jeder gerne zu. Manche sind noch etwas außen Atem, doch allen ist die Freude am Erreichten deutlich anzusehen. "Wir haben uns in den vergangenen Wochen mit einem gezielten Ausdauertraining auf diesen Tag vorbereitet", erzählt die Konrektorin. Einmal seien es sogar 102 Runden gewesen, die sich innerhalb einer einzigen Sportstunde addiert hatten.

An diesem sonnigen Vormittag sind alle mit Freude in Bewegung, und Yanni Fischer erklärt, warum das so wichtig ist: "Die 'bewegte Schule' ist Teil unseres pädagogischen Konzepts". Sie habe die Aufgabe, ganzheitliches Lernen zu fördern, Schulleben zu gestalten und Schulentwicklung zu unterstützen. Für Schulleiter Joachim Pehlke ein wichtiges Instrument im Schulalltag. "Wenn es regnet, dürfen die Kinder auch in die Schulsporthalle gehen. Die Hauptsache ist, dass sie einen Ausgleich zum Stillsitzen im Unterricht haben".

In der großen Pause trifft sich auch das Kollegium, um Runden zu drehen. Entgegen der 180 Meter, die von den Klassen 1 bis 4 zu bewältigen waren, müssen die Lehrer es mit 280 Metern aufnehmen - genau wie die Schüler der Klassen 5 bis 10.

Schnell einen Stempel für die Runde anholen, dann geht es unter den Augen von Lehrer Yanni Fischer weiter. (Fotos:sky)
Schnell einen Stempel für die Runde anholen, dann geht es unter den Augen von Lehrer Yanni Fischer weiter. (Fotos:sky)


Wetterauer Zeitung vom 05.04.2011

521 Stimmen für Erhalt der Erich-Kästner-Schule

Eltern, Schüler und Lehrer sehen Rodheimer Schulstandort bedroht und sammeln Unterschriften auf dem Bauernmarkt

Rosbach v.d.H. (sky). Unter der Motto "S.O.S.-EKS" haben Eltern, Schüler und Lehrer der Rodheimer Erich-Kästner-Schule am Freitag auf dem Bauernmarkt insgesamt 521 Unterschriften für den Erhalt der Schule gesammelt. Sie sehen den Schulstandort bedroht: Denn in den Auflagen des Kultusministeriums zum Schulentwicklungsplan wird unter anderem gefordert, dass eine der vier Haupt- und Realschulen im Planungsbezirk aufgehoben oder im Verbund mit einer anderen Schule fortgeführt wird. Der Kreis hatte dagegen geklagt. In Rodheim sind laut Ministerium die erhofften Neuanmeldungen für Haupt- und Realschule ausgeblieben.

"Kleine Klassen sind Gold wert", findet die pensionierte Lehrerin Maria Blumenthal (r.) und unterschreibt die Liste.
"Kleine Klassen sind Gold wert", findet die pensionierte Lehrerin Maria Blumenthal (r.) und unterschreibt die Liste.

"Jede Unterschrift zählt", meinte die 12jährige Anna, die zusammen mit ihren Schulkameradinnen unermüdlich zwischen Käufern und Verkäufern hin und her lief und ein Unterschriftenblatt nach dem anderen am Stand abgab. Nach knapp zwei Stunden musste die Standbesetzung passen: "Wir müssen noch ein paar Formulare nachkopieren, es ist nichts mehr da". Für Janine und Laura, Ronja und Lena (14) höchst erfreulich - zumal ein paar flinke Hände dafür sorgten, dass die begehrten Blätter schnell wieder verfügbar waren. "Die Leute, die wir angesprochen haben, haben fast alle unterschrieben", berichtete Lena. Ob aus Gießen oder Altenstadt, aus dem Hochtaunuskreis oder gar aus Bayern - kaum ein Bauernmarktbesucher verwehrte den eifrigen Schülerinnen die Unterschrift. "Ich finde es unerhört, dass man in Deutschland für so viele Dinge Geld ausgibt und dann bei den Kindern spart", entrüstete sich eine Rentnerin aus München.

Auch Elternbeirätin Ivonne Tschiersch, die mit ihrer inzwischen fünfköpfigen Familie vor sechs Jahren nach Rodheim gezogen war, sparte nicht an Kritik: "Der Schulstandort Rodheim mit einer Sekundarstufe am Ort war für uns ein wesentliches Entscheidungsmerkmal bei unserem Hauskauf - und nun will man unsere Kinder per Bus oder Bahn nach Friedberg oder sonst wohin schicken".

Die Nieder-Rosbacherin Melanie Grünsfelder, die sich mit ihrer Freundin Sonja Groß an einer der Zeltgarnituren niedergelassen hatte, zögerte keinen Moment, ihre Unterschrift auf die Liste zu setzen. "Ich bin selbst auf die EKS gegangen und habe einen fünfjährigen Sohn. Der soll eine gute Schule in seiner Nähe behalten". Ihre Freundin, die in den USA groß geworden ist, zeigte für die Ansinnen aus Wiesbaden wenig Verständnis: "In den Vereinigten Staaten sind Ganztagsschulen eine Selbstverständlichkeit, und in Deutschland will man sie wieder zurückfahren. Das ist widersinnig".

Ähnliches sahen es die Schülerinnen. "Jetzt ist doch gerade so viel Geld in die Schule investiert worden, da kann man doch nicht so plötzlich umdenken", meinte Ronja. Rund eine halbe Million Euro haben Stadt und Kreis in Anbauten, Hort und Mensa investiert, um auch die bauliche Voraussetzung für eine Ganztagsschule nach Maß zu schaffen. Kürzlich erst hatte Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel die Eröffnung der neuen Mensa zum Anlass genommen, sich ausdrücklich zum Schulstandort Rodheim - ganz besonders im Hinblick auf den Haupt- und Realschulzweig - zu bekennen.

 

Pehlke warnt vor Schließung

 

"Selbst wenn uns zunächst nur ein verwaltungsmäßiger Zusammenschluss mit anderen Schulen vorgesetzt würde, könnte dies auf lange Sicht zu einer teilweisen Schulschließung führen", warnte Rektor Joachim Pehlke. "Am Tag der offenen Tür hatten wir viele Besucher aus Burgholzhausen oder Petterweil, die von unserer Schule sehr angetan waren". Die geringen Klassengrößen seien dafür ein wesentlicher Grund gewesen. Die Auflagen aus dem Kultusministerium (gerade zu einem Zeitpunkt, als die Anmeldefristen für das neue Schuljahr in der Endphase waren) bezeichnet der Schulleiter als "äußerst kontraproduktiv". "Nun soll uns gerade das zum Nachteil gereichen, was bei den Eltern als unsere Stärke angesehen wird". Dass vielleicht einmal die Kinder ab Klasse 5 zusammen mit 30 anderen Schülern woanders die Schulbank drücken müssten, findet er nicht gut.

Maria Blumenthal, pensionierte Lehrerin an der EKS, kann da aus Erfahrung sprechen: "Dank der kleinen Klassen konnten oft schwierige Kinder aufgefangen werden, die sonst vielleicht gestrandet wären". Sie hatte zielstrebig den Unterschriftenstand aufgesucht , um ihre Solidarität mit den EKSlern zu zeigen.

"Ich hänge an dieser Schule", sagte Janine (14). Freundin Lena stimmt ihr zu. "Ich habe einen zehnjährigen Bruder, der will auch auf die EKS, weil die so toll ist". Die zweifache Mutter Nicole Ilias aus Rosbach pflichtete den beiden Mädchen bei. Ihre beiden Kinder besuchen die Klassen 6 und 8. "An dieser Schule fühlen sich sowohl die Kinder als auch die Eltern wohl. Warum will man das nun durchkreuzen?", fragte sie kopfschüttelnd.

 

X Näheres über die Initiative "S.O.S.-EKS" findet man auf der neuen Homepage unter www.eks-rosbach-rodheim.de.

Schüler, Eltern und Lehrer kämpfen Seite an Seite dafür, dass die Sekundarstufe an der Rodheimer EKS erhalten bleibt. (Fotos: sky)
Schüler, Eltern und Lehrer kämpfen Seite an Seite dafür, dass die Sekundarstufe an der Rodheimer EKS erhalten bleibt. (Fotos: sky)

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